Datenhoheit

Datenhoheit bezeichnet die Fähigkeit, selbst über die eigenen Daten zu bestimmen: wer darauf zugreift, wo sie gespeichert sind, unter welcher Rechtsordnung sie liegen und zu welchem Zweck sie genutzt werden. Es geht also nicht nur um den Schutz vor Missbrauch – das ist Datenschutz – sondern um Kontrolle und Selbstbestimmung über die Daten selbst. (Häufig synonym: Datensouveränität.)

Warum das zählt: Liegen Daten bei großen US-Cloud-Anbietern (siehe GAFAM/MAMAA), können sie fremdem Recht unterliegen – etwa dem US-amerikanischen CLOUD Act (2018), der US-Behörden Zugriff auf Daten von US-Unternehmen erlauben kann, unabhängig davon, wo die Daten physisch liegen. Datenhoheit heißt, diese Abhängigkeit bewusst zu vermeiden.

Bezug zur Isar OSC: Genau deshalb betreiben wir eigene Infrastruktur. Matrix, Mastodon, OpenCloud & Co. laufen auf unseren eigenen Servern entlang der Isar – die Daten unserer Mitglieder bleiben unter unserer Kontrolle statt bei Dritten. Datenhoheit ist für uns kein abstraktes Ideal, sondern der praktische Grund für Selbst-Hosting und Föderation.

Verwandt: Datenschutz, Digitale Souveränität, Föderation, GAFAM.